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Der Werkzeugschuppen von Frau Baumgärtner

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Rüdiger Kettner wollte nur eine Dose Farbe aus dem Vereinsschuppen holen, als er das Wimmern hörte. Der Kleingartenverein „Sonnenhang" am Stadtrand von Bielefeld lag um diese Uhrzeit, kurz nach sechs am Abend, meist schon still da, nur die Amseln machten Lärm in den Fliederbüschen. Er blieb stehen, die Hand noch am Vorhängeschloss. Da war es wieder. Dünn, hoch, verzweifelt.

Er schob die morsche Tür auf. Hinter einem Stapel alter Blumenkübel, auf einem zerschlissenen Frotteehandtuch, lag eine getigerte Katze. Mager, das Fell stumpf. Um sie herum drängten sich fünf winzige Kätzchen, die Augen noch verklebt.

„Na sowas", murmelte er und ging in die Knie, obwohl ihm die Gelenke das übel nahmen. Die Katze hatte ein abgewetztes rotes Halsband. Eine Metallplakette daran: „Mimi – Tel. 0521…" Er fotografierte die Nummer mit dem Handy und wählte noch im Schuppen.

„Ja bitte?" Eine Frauenstimme, gehetzt, im Hintergrund lief ein Fernseher.

„Guten Abend. Ich rufe wegen Ihrer Katze Mimi an, sie hat hier bei uns in der Kleingartenanlage geworfen. Fünf Junge."

Eine Pause. Zu lang für eine Pause.

„Ach die", sagte die Frau schließlich. „Die ist eh schon alt und macht nur Ärger. Soll sie doch draußen bleiben, ich hab damit nichts mehr am Hut."

„Wie bitte – nichts mehr am Hut? Das sind fünf neugeborene Kätzchen, die verhungern hier!"

„Ich hab keine Zeit für sowas." Klick. Aufgelegt.

Rüdiger stand mit dem Handy in der Hand zwischen den Gießkannen und Spinnweben und konnte es nicht fassen. Eine Erwachsene, die ihre kranke Katze mit fünf Neugeborenen einfach im Kleingarten verrotten ließ.

„So was Ähnliches habe ich schon mal erlebt", sagte er zu der Katze, die ihn aus müden gelben Augen ansah. „Meine Frau hat mich vor zwanzig Jahren auch stehen gelassen. Aber wenigstens hast du deine Kinder nicht im Stich gelassen."

Er holte aus seiner Kühltasche eine Scheibe Leberkäse, die eigentlich für sein Abendbrot gedacht war, und legte sie vor die Katze. Sie fraß gierig, als hätte sie tagelang nichts bekommen.

Zu Hause rief er seine Enkelin Franzi an, die in Bielefeld Tiermedizin studierte.

„Opa, was ist los?"

„Ich hab hier eine Katzenfamilie im Schuppen gefunden. Die Halterin will nichts mehr davon wissen."

„Typisch du", lachte Franzi. „Rettest wieder die Welt im Alleingang."

„Soll ich sie verhungern lassen, oder was?"

„Nein, natürlich nicht. Ich komm morgen früh vorbei, wir schauen, was zu tun ist."

Am nächsten Morgen brachte Rüdiger warme Haferflocken mit Milch, ein sauberes Handtuch aus dem Vereinsheim und blieb eine Weile bei der kleinen Familie sitzen. Die Kätzchen wirkten schon kräftiger. Mimi schnurrte, als er ihr über den Rücken strich.

Da steckte Herbert Voss, sein Nachbarparzellen-Besitzer, den Kopf zur Tür herein.

„Kettner! Was treibst du hier drin?"

Rüdiger erzählte ihm die Sache.

„Ach, die Halterin ist bestimmt die Frau Baumgärtner, von der Parzelle mit dem türkisen Zaun", überlegte Herbert. „Die streitet sich ständig mit ihrem Mann. Letzten Sommer hat sie auch schon den Hund tagelang draußen angebunden gelassen."

„Sag ich doch."

„Weißt du was, Kettner", grinste Herbert und rieb sich die Hände, „lass sie doch für die Katzenbabys zahlen. Unterhalt sozusagen. Wer nicht kastrieren lässt, muss eben blechen!"

Rüdiger musste lachen. „Voss, du spinnst."

„Ist doch fair! Sie hat Nachwuchs in die Welt gesetzt und drückt sich vor der Verantwortung. Klingt für mich nach Unterhaltspflicht."

Ein Karton auf der Fensterbank

Zwei Tage später kam Franzi mit einer ganzen Ausrüstung: einen Pappkarton, alte Bettlaken, Aufzuchtmilch aus der Tierarztpraxis.

„Schau mal, Opa, der Getigerte hier ist wirklich winzig." Sie hob vorsichtig ein Kätzchen hoch. „Und der Weiße mit dem schwarzen Fleck über dem Auge sieht aus wie ein kleiner Pirat."

„Vorsichtig, die Mutter ist noch angeschlagen und nervös."

Mimi wich dem Karton keinen Schritt von der Seite. Doch als Franzi anfing, Fotos zu machen, schien die Katze zu verstehen, dass von diesen Menschen keine Gefahr ausging.

„Opa, darf ich die Bilder bei Facebook in die Kleinanzeigen-Gruppe von Bielefeld stellen?"

„Mach nur. Aber unsere genaue Parzellennummer schreib nicht dazu, man weiß ja nie, wer sich meldet."

Bis zum Abend hatten sie vierzehn Nachrichten. Eine Familie aus Schildesche wollte den Piraten-Kater, eine Studentin aus der Innenstadt zwei der Kätzchen gleichzeitig, damit sie sich nicht einsam fühlten.

„Wir prüfen erst, wer die Katzen bekommt", bestand Rüdiger. „Fragen stellen, nachhaken."

Die Begegnung am Gartentor

Am dritten Tag, als Rüdiger mit einer Portion frischem Fisch zum Schuppen ging, stand plötzlich Frau Baumgärtner am Zaun. Groß, kurze blonde Haare, eine teure Steppjacke, die so gar nicht zu einem Kleingarten passte.

„Ach, Sie sind also der Katzenretter", sagte sie mit spöttischem Unterton.

„Genau der. Und da wir gerade dabei sind: Futter, Tierarzt, Impfungen – das alles kostet Geld. Wenn Sie Ihr Tier nicht kastrieren lassen, dann beteiligen Sie sich gefälligst an den Kosten."

Sie lachte auf. „Ernsthaft? Sie wollen Unterhalt von mir?"

„Was ist daran so witzig? Ihre Verantwortungslosigkeit hat dazu geführt, dass fünf Tiere ohne Zuhause dastehen."

„Zeigen Sie mich doch an." Sie holte ihr Handy heraus, tippte demonstrativ etwas ein.

„Vielleicht mach ich das", entgegnete Rüdiger ruhig und trat einen Schritt näher. „Das nennt sich Tierquälerei durch Vernachlässigung. Steht im Tierschutzgesetz."

„Sind Sie noch bei Trost? Ich habe sie nicht geschlagen!"

„Eine trächtige Katze auszusetzen ist auch keine Freundlichkeit."

„Mischen Sie sich nicht in fremde Angelegenheiten." Ihre Stimme wurde eisig. Sie drehte sich um und ging, ihre Absätze klapperten auf dem Kiesweg.

Hilfe von allen Seiten

Doch Rüdiger blieb nicht allein. Als sich die Geschichte in der Anlage herumsprach, kamen Nachbarn mit Unterstützung.

Frau Wieczorek aus Parzelle 14 brachte Aufzuchtvitamine vorbei: „Kettner, machen Sie weiter so. Es gibt zu viele Leute, denen alles egal ist."

Ein junges Paar aus dem Nachbargarten schenkte einen Sack Katzenfutter: „Wir haben letztes Jahr selbst einen Kater aufgenommen. Wissen, wie das ist."

Sogar Herbert Voss, der sonst nur meckerte, brachte eine Katzentoilette samt Streu vorbei. „Na, zahlt sie schon Unterhalt?"

„Noch nicht", winkte Rüdiger ab. „Lacht mich nur aus."

„Wird schon noch. Gerechtigkeit siegt am Ende immer."

Die ersten Abschiede

Eine Woche später kam die Familie aus Schildesche und holte den Piraten-Kater. Die kleine Tochter drückte das Kätzchen an sich und flüsterte ihm etwas ins Ohr, das Rüdiger nicht verstand.

„Wie nennt ihr ihn?"

„Kalle", sagte das Mädchen bestimmt. „Weil er so frech guckt."

Als das Auto wegfuhr, schnupperte Mimi lange an der Stelle, wo der Karton mit dem Kätzchen gestanden hatte. Rüdiger spürte einen Kloß im Hals.

„Ist schon gut, Mimi. Der kommt zu guten Leuten."

Wenige Tage später holte eine pensionierte Grundschullehrerin die getigerte Katze. „Seit mein Mann gestorben ist, ist es so still bei mir. Diese Kleine hier ist genau richtig."

Übrig blieben zwei – ein grauer Kater und ein weißes Kätzchen mit einem schwarzen Ohr.

Unerwartete Hilfe

Das weiße Kätzchen fing an zu niesen und fraß nicht mehr richtig. Rüdiger zögerte nicht und fuhr direkt zur Tierarztpraxis in der Herforder Straße.

„Ein Katzenschnupfen", erklärte der Tierarzt. „Nichts Dramatisches, aber behandeln müssen wir das. Antibiotikum, Nasentropfen. Macht zusammen achtundfünfzig Euro."

An der Kasse sprach ihn eine Frau an: „Entschuldigung – sind Sie nicht Herr Kettner? Sie haben meinen Sohn Tobias in der Realschule Sennestadt in Deutsch unterrichtet."

„Möglich", er musterte ihr Gesicht. „Frau Lindemann, richtig? Wie geht's Tobias denn?"

„Gut, macht gerade sein Fachabitur. Und Sie kümmern sich um kranke Kätzchen?"

Er erzählte die Geschichte. Sie hörte zu, schüttelte den Kopf.

„Wissen Sie was", sie öffnete ihr Portemonnaie, „lassen Sie mich die Hälfte übernehmen. Tobias erzählt heute noch von Ihrem Unterricht."

„Ach, das ist doch nicht nötig."

„Doch, ist es." Sie drückte ihm dreißig Euro in die Hand. „Als Dankeschön. Für damals und für jetzt."

Am Abend saß Rüdiger auf seinem Sofa, das weiße Kätzchen eingewickelt in ein Handtuch auf dem Schoß, Mimi schnurrend daneben zusammengerollt.

„So", sagte er zu ihnen. „Zwei müssen wir noch unterbringen. Und dann sehen wir mal, was diese Frau Baumgärtner dazu sagt."

Die Begegnung im Aufzug

Eine Woche danach passierte, wovor Rüdiger sich am meisten gefürchtet hatte. Er kam gerade von der Tierarztpraxis, das genesene weiße Kätzchen in der Transportbox, und stieg im Wohnhaus, in dem er einen Termin bei seinem Steuerberater hatte, in den Aufzug. Und da stand sie: Frau Baumgärtner, offenbar auf dem Weg zu ihrer eigenen Wohnung im selben Gebäude.

Sie sah die Box, verzog das Gesicht. „Immer noch mit diesen…" Sie sprach den Satz nicht zu Ende, aber die Verachtung war deutlich zu hören.

„Ja, immer noch", sagte Rüdiger ruhig. „Was soll ich machen? Sie sterben lassen?"

„Ist Ihre Sache." Sie zuckte mit den Schultern. „Wenn's Ihnen Spaß macht. Ich hab genug eigene Probleme."

Der Aufzug ruckelte langsam nach oben. In der Box maunzte das Kätzchen leise.

„Wissen Sie", sagte Rüdiger plötzlich, „ich verstehe Sie sogar."

„Was?" Sie sah ihn überrascht an.

„Ich verstehe Sie. Es ist einfacher, wegzuschauen, sich zu sagen, das geht mich nichts an. Ich konnte das früher auch sehr gut."

Sie schwieg. Aber etwas in ihrem Gesicht veränderte sich – ein kurzes Zucken, das sie schnell wieder unter Kontrolle bekam.

„Nur was passiert", fuhr Rüdiger fort, „wenn jeder denkt, es geht ihn nichts an? Bei den Kätzchen. Bei alten Menschen im Pflegeheim. Bei Kindern im Heim."

„Was hat das mit Katzen zu tun?" Ihre Stimme wurde schärfer. „Wir reden hier von Tieren!"

„Ist das Prinzip nicht dasselbe? Gleichgültigkeit macht keinen Unterschied. Heute trifft sie Tiere, morgen Menschen."

„Halten Sie mich für herzlos?" Ihre Stimme wurde leiser.

„Weiß ich nicht", sagte er ehrlich. „Ich weiß nur, dass fünf kleine Lebewesen hätten sterben können, weil jemandem gerade nicht danach war, sich zu kümmern."

„Soll ich mein ganzes Leben für irgendwelche Katzen opfern?"

„Kastrieren lassen. Eine einzige OP. War das wirklich so schwer? Warum haben Sie sich das Tier überhaupt angeschafft?"

„Mein Mann wollte sie." Sie lachte bitter auf. „Als er gegangen ist, hab ich meine Wut irgendwie an ihr ausgelassen."

Das Kätzchen maunzte wieder. Sie warf einen Blick auf die Box, und ihr Gesicht wurde für einen Moment weich.

„War er krank?" fragte sie leise.

„Katzenschnupfen. Ist jetzt wieder gesund."

„Was hat das gekostet?"

„Achtundfünfzig Euro."

Sie schwieg lange, den Blick auf die Transportbox gerichtet.

„Und wenn", begann sie und stockte, „wenn ich auch helfe? Mit Geld. Für Futter, für den Tierarzt."

Rüdiger sah sie überrascht an. „Wirklich?"

„Sagen Sie das aber niemandem weiter. Vor allem nicht den Nachbarn. Sonst denken die noch, ich wäre plötzlich eine bessere Person geworden." Sie versuchte einen Scherz, aber ihre Stimme zitterte dabei.

„Bleibt unter uns", versprach er.

Der Aufzug öffnete sich im vierten Stock.

„Frau Baumgärtner", rief er ihr nach. „Wissen Sie, dass Mimi immer noch nach Ihnen sucht? Jedes Mal, wenn ich in den Schuppen komme, hebt sie den Kopf und horcht."

Sie blieb in der Aufzugtür stehen. „Sie wartet? Auf mich?"

„Tiere können nicht anders, als zu lieben. Selbst die, die sie verlassen haben."

Die Türen begannen sich zu schließen. „Warten Sie!" Sie hielt die Tür mit der Hand auf. „Darf ich sie besuchen kommen? Mimi und die Kätzchen?"

„Klar. Morgen schon, wenn Sie wollen."

„Morgen", nickte sie. „Ganz bestimmt morgen."

Ein Sack Futter vor der Tür

Am nächsten Morgen wollte Rüdiger gerade zum Bäcker, als er die Wohnungstür öffnete und wie angewurzelt stehen blieb. Vor der Tür stand ein großer Sack Katzenfutter der Marke Royal Canin und daneben ein Zettel in ordentlicher Handschrift: „Für den Unterhalt. E.B."

„Na sowas", murmelte er. „Ich hatte schon nicht mehr damit gerechnet."

Eine Stunde später erhielt Franzi eine SMS von einer unbekannten Nummer: „Zwei Kolleginnen von mir würden gern die letzten Kätzchen nehmen. Geht das?"

Sie zeigte ihrem Opa die Nachricht. „Schau, die Nummer – die steht auf Mimis Halsbandanhänger. Das ist doch die Halterin!"

„Was du nicht sagst", schmunzelte Rüdiger. „So gleichgültig war sie also doch nicht."

Am Nachmittag kam eine junge Frau aus dem Büro von Frau Baumgärtner und holte den grauen Kater ab. Für das weiße Kätzchen mit dem schwarzen Ohr hatte sich schon eine Familie mit zwei Kindern gefunden, die am nächsten Tag vorbeikommen wollte.

Mimi lief unruhig um den fast leeren Karton herum, spürte, dass ihre Kinder eines nach dem anderen verschwanden.

„Halt durch, Mimi", strich Rüdiger ihr über den Kopf. „Für dich finden wir auch noch eine Lösung."

Die Entscheidung über Mimis Zukunft

Als das letzte Kätzchen abgeholt war, kam Frau Baumgärtner in Jeans und einem einfachen Pullover, ohne Make-up, vorbei. Sie sah völlig anders aus als sonst.

„Na, Mimi", sagte sie leise und kniete sich vor den Karton.

Die Katze erkannte die Stimme sofort, stand auf, streckte sich und rieb den Kopf an den Beinen ihrer früheren Halterin.

„Verzeihst du mir?" Elke Baumgärtner nahm die Katze auf den Arm.

Rüdiger stand ein Stück entfernt und ließ ihnen den Moment.

„Kommst du wieder mit nach Hause?" fragte sie leise. „Diesmal wird alles anders. Versprochen."

Nach dem Sturm

Eine Woche später traf Rüdiger Elke auf dem Spielplatz neben der Anlage. Sie saß auf der Bank, Mimi döste an einem Geschirr neben ihr in der Sonne.

„Wie geht's?" fragte er.

„Gut", lächelte sie. „Mimi hat wieder Appetit, ist wohlauf. Der Kastrationstermin steht schon fest, nächste Woche in der Praxis."

„Sehr vernünftig."

„Wissen Sie eigentlich, was Herr Voss überall erzählt?" Sie lachte. „Dass Sie von mir Katzenunterhalt eingetrieben haben. Er läuft durch die ganze Anlage und sagt: ‚So macht man das mit unverantwortlichen Haltern!'"

„Voss und seine Geschichten", schüttelte Rüdiger den Kopf. „Soll er ruhig reden. Hauptsache, die Kätzchen sind alle gut untergebracht. Und Mimi ist bei Ihnen."

Ein Foto auf dem Küchentisch

Am Abend holte Rüdiger aus der Schublade des Küchenschranks ein altes Foto hervor – seine Frau Anna, jung, lächelnd, vor genau diesem Kleingartenschuppen aufgenommen, in dem alles begonnen hatte.

„Siehst du, Anna", sagte er zu dem Bild, „hab ich doch noch hinbekommen. Nicht so elegant, wie du das immer gemacht hast. Aber hinbekommen hab ich's."

Draußen vor dem Fenster maunzte irgendein Nachbarskater, der wohl zu spät zum Abendessen dran war. Kein verzweifeltes Maunzen mehr – ein ganz normales, satisfiziertes, das eines Tieres, das weiß: gleich wird die Tür aufgehen.

Rüdiger trat ans Fenster. Über der Kleingartenanlage brannten die ersten Straßenlaternen, in den Fenstern der Nachbarhäuser gingen die Lichter an. Irgendwo dort draußen schliefen jetzt fünf Katzen, die im Herbst noch fast im Vereinsschuppen erfroren wären.

Er zog die Gardine zu und ging in die Küche, wo auf dem Herd schon das Wasser für den Tee kochte.

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